Darf man auf wahrgesagt.de werben?

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Werbung ist nicht bei jedermann gut angesehen. Besonders unter den Bloggern finden sich viele, die Werbung als böse betrachten und generell ablehnen. Mit dieser Phobie konnte ich mich nie anfreunden. Werbung sehe ich als normalen Teil des alltäglichen Lebens an:

Jeder Mensch bewirbt ständig irgend etwas oder sogar sich selbst (um einen Job, um eine Freundschaft, um die Liebe eines Menschen). Und in der Blogosphäre ist das selbstverständliche Verlinken ebenfalls Werbung.

Wer auf wahrgesagt.de etwas veröffentlicht, möchte zumindest seine Meinung bewerben. Warum will der das? Damit andere Leute sich diese Meinung zu Eigen machen, ähnliche Einstellungen und Werte entwickeln und dann das gleiche Ziel anstreben wie der Verkünder einer Meinung. Wer hier einen Text einstellt, möchte erreichen, dass Menschen in seinem Sinne handeln. Werbung!

Die eigene Meinung zu verbreiten ist also kein selbstloser Akt, geschieht aber aus einem sehr vornehmen Motiv. Immerhin schreibt der Autor die Wahrheit - oder zumindest das, was er dafür hält.

Überhaupt nicht vornehm ist es, irgendeine Aussage fälschlich als eigene Meinung auszugeben. Der Terminus dafür lautet 'Lüge' und diese ist häufig in kommerzieller Werbung zu finden. Wahrhafte Werbung halte ich für legitim.

Was Werbung angeht, zieht wohl jeder seine eigene Grenze. Mache ich auch. Und deshalb: Ja, hier darf der Nutzer werben - auch kommerziell.

Regeln für das Werben auf wahrgesagt.de

§1 - Sie dürfen für sich selbst werben, für Ihre Dienstleistungen oder Produkte - auch kommerziell.

§2 - Sie dürfen kommerziell nicht für Dritte und nicht für Produkte und Dienstleistungen Dritter werben.

§3 - Werbung muss als solche gekennzeichnet sein, indem im ersten Drittel des Textes darauf hingewiesen wird.

§4 - Werbung muss als solche verschlagwortet (getagged) sein, und zwar mit dem Stichwort 'Reklame' aus dem Bereich 'Themen'.

§5 - Die werbende Meinung soll den Konventionen entsprechen und sich als sinnvoller Beitrag harmonisch in die Website einfügen.

§6 - Das Angebot, auf wahrgesagt.de kommerziell zu werben, ist experimentell und daher freibleibend.

Erläuterungen

Die vorstehenden Regeln haben das Ziel, diese Website lesbar zu halten. Bei vielen Blogs ist es leicht zu erkennen, dass der größte Teil der Kommentare nur zu dem Zweck erstellt wurde, einen Backlink auf die eigene Site zu ergattern - also um Werbung für sich selbst zu machen. Das Problem dabei ist, dass ein Leser sich durch viele sinnlose Postings quälen muss, um wenige gute Beiträge zu finden. Das möchte ich für mein Web nicht. Wer hier einen Artikel anklickt, soll auch einen guten Artikel geliefert bekommen - egal ob der kommerzielle Werbung enthält oder nicht.

Grundsätzlich sehe ich nichts allzu eng, solange es die Funktion dieses Webs nicht stört. Anderenfalls behalte ich mir vor, die Notbremse zu ziehen, unpassende Beiträge zu löschen und notfalls auch Konten zu sperren. Bevor das passiert, werde ich auf jeden Fall eine gütliche Einigung per Mail anstreben. Insgesamt bitte ich darum, meine Entscheidungen bezüglich Werbung einfach hinzunehmen.

Wenn Sie eine Meinung hauptsächlich geschrieben haben, um etwas zu bewerben, dann teilen Sie dies dem Leser bitte mit - zu Beginn des Textes, nicht erst am Ende. So kann der Leser Ihre Aussagen optimal einordnen UND bleibt Ihrem Beitrag gegenüber aufgeschlossen. Der Hinweis auf Werbung muss nicht als Warnung daherkommen; lassen Sie ihn in den Text einfließen. Im Anrisstext muss kein Hinweis enthalten sein.

Das Verbot, für Dritte und deren Angebote zu werben, gilt besonders für Affiliates, Agenten, Marketeers und Vertreter. Exzessives Marketing würde die Leser vertreiben - und damit wäre dann auch dem netten Versicherungsonkel von nebenan nicht gedient. Das Werben für Dritte bleibt also dem Betreiber der Website vorbehalten.

Mit dem Wort 'Konventionen' sind hier die Regeln gemeint, die zu einem Artikel führen. Das bedeutet im Wesentlichen, dass eine werbende Meinung wie jede andere Meinung auszusehen hat. Auch der Titel muss in der Form einer Frage erstellt sein. Der Grund ist der Nutzen für den Leser. Im Idealfall bekommt der Leser die Lösung eines Problems präsentiert und am Ende des Artikels findet sich ein Link zum dafür notwendigen Produkt.

Seien Sie duplomatisch. Um Ärger durch Mitbewerber zu vermeiden, sollten Sie Superlative stets in Kombination mit dem Wort 'wahrscheinlich' verwenden - auch und gerade im Titel. Beispiel: "Welches ist das wahrscheinlich beste Nähstübchen in Hamburg?" Beim Generieren der Netzadresse des Beitrags wird dieses Wort entfernt, so dass ein Interessent über eine Suchmaschine bestmöglich zu Ihrem Beitrag findet.

Update: weitere relativierende Worte werden aus der URL gefiltert. Folgende Worte werden aus der Adresse entfernt: wahrscheinlich, eventuell, möglicherweise, vielleicht, womöglich.

Beim Schreiben des Textes denken Sie bitte stets an den Nutzen für den Leser. Nochmals: Erlaubt ist Werbung in einem Artikel - nicht erlaubt ist Werbung, die nur so tut, als sei sie ein Artikel.

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