Warum machen Diäten dick?
Diäten machen dick. Praktisch alle Dicken wären ohne mehrere aufeinander folgende Diäten gar nicht so dick geworden, wie sie nun sind. Wenig bekannt ist jedoch, warum Diäten dick machen.
Im Beitrag über den Jojo-Effekt haben Sie erfahren, warum man nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme so unglaublich schnell wieder an Gewicht zunimmt, sobald man zu einer normalen Ernährung zurück kehrt. Von diesem Rauf und Runter des Gewichts hat dieser Effekt seinen Namen.
Tatsächlich bleibt es nach einer Diät jedoch nicht bei einer Rückkehr des vorherigen Gewichts, sondern man legt sogar noch zu. Nach einer Diät ist jeder etwas dicker als zuvor, denn durch den Jojo-Effekt hat sich der Anteil des Körperfetts erhöht. Und das funktioniert so...
Die Zahl der Fettzellen bleibt bei jedem Menschen grundsätzlich konstant. Das ist auch der Grund dafür, dass man bei einem Kalorienüberschuss nicht dicker wird. Fast jeder nimmt mit der Nahrung mehr Kalorien auf, als er wirklich braucht - aber ständig dicker werden nur sehr wenige Leute, bei denen die Begrenzung der Zellenanzahl nicht richtig funktioniert.
Die Zahl der Fettzellen nimmt bei einem gesunden Menschen nur unter einer Bedingung zu: Bei einer drastischen Änderung der aufgenommenen Energie! Nur wenn man über einen längeren Zeitraum sehr viel mehr ODER sehr viel WENIGER Energie zu sich nimmt, werden die Fettzellen fähig, sich zu teilen und sich so zu vermehren. Und ca. 5% aller Fettzellen teilen sich dann tatsächlich, das wurde im Rahmen von Tierversuchen unter dem Mikroskop ersichtlich.
Der Grund für dieses Geschehen ist in jedem Fall in der Entwicklungsgeschichte der Menschen (oder generell der Säuger) zu finden. Dieses müsste die Erklärung sein:
Auf eine Hungerphase reagiert der Körper, indem er einen kleinen Teil der noch vorhandene Ressourcen dazu einsetzt, die Zahl der Energiespeicher (Fettzellen) zu erhöhen, um für kommende Hungerzeiten mehr Energie speichern zu können, sofort nachdem wieder reichlich Nahrung zur Verfügung steht. Ist die Zeit des Hungerns dann endlich vorbei, werden nochmals Fettzellen angelegt, denn nun muss der Organismus nicht mehr die Sorge haben, lebenswichtige Energie zu verschwenden.
Die perfekte Situation für eine Zunahme der Fettzellen ist ein Diät-Zyklus!
1. Die betreffende Person nimmt zunächst sehr wenig Energie zu sich, um Körperfett abzubauen. Die Fettsäuren werden verstoffwechselt, die Fettzellen entleeren sich und viele teilen sich, wodurch ihre Gesamtzahl um rund 5% zunimmt (was wegen der Kalorienreduktion nicht bemerkt wird).
2. Nach dem Erreichen des Wunschgewichtes wird die knappe Ernährung abgebrochen und der Betreffende ernährt sich wieder 'normal' - also mit deutlich mehr Energie als nötig. Der Körper lagert wieder Fettsäuren in die Zellen ein und wieder teilen sich ca. 5% aller Zellen.
3. Nach einiger Zeit der 'normalen' Ernährung sind wieder alle Fettzellen aufgefüllt - nur dass ihre Zahl jetzt 10% über der Anzahl vor Beginn der Diät liegt. Dadurch hat sich der Anteil des Körperfetts um 10% erhöht. Hatte die Person einen Körperfettanteil von 25%, hat sie nach der Diät rechnerisch 27,5% Körperfett. Hatte die Person vorher 50% Körperfett, sind es durch die Diät nun 55%! Das Körpergewicht hat sich im gleichen Maß geändert; es ist um 2,5% und im zweiten Fall um 5% gestiegen. Wegen der Diät!
Vergessen Sie Diäten!
Erstaunlich ist die Geduld der Dicken. Wirklich jeder hat schon mehrmals gehört und gelesen, dass Diäten dick machen. Und diese Erkenntnis wird von den Leuten auch gar nicht angezweifelt. Seit mindestens zwanzig Jahren ist dieser Zusammenhang allgemein bekannt. Und was machen die Leute, wenn sie Körperfett abbauen wollen? Eine Diät!
Hier steht, wie man schlank wird und hier wie man den Waschbrettbauch bekommt.

